Die Timeline – vom Fluchen und Schwitzen einer Autorin

Endlich ist sie fertig, die Timeline des Alkatar – Universums. Eine 42 Seiten lange Tabelle, die mir einiges an Energie abverlangt hat. Eine gefühlte Ewigkeit habe ich daran gebastelt, die in Wahrheit vier Wochen waren. Vielleicht ist es vergleichbar mit dem Planen von zehn Bücher parallel, die alle miteinander verwoben sind und eine Zeitspanne von 100.000 Jahren umfassen. Bei jedem winzigen Eintrag in der Tabelle ist ein kleiner Film in meinem Kopf abgelaufen, der oft jahrzehntelange Handlungsstränge umfasste. Da ging nicht viel pro Tag und ich war anfällig für jede Art von Ablenkung. Die sozialen Medien sind in solchen Zeiten Gift. Die Hausarbeit wird verlockend. Es gibt ja so tolle PC-Spiele – und aus dem Fenster starren ist das reinste Vergnügen.

 

Aber warum tue ich das überhaupt, mich selbst quälen und eine so komplexe Timeline schreiben?

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Tag 15: Lieblingsschreibratgeber

Wie man einen verdammt guten Roman schreibt“ von James N. Frey. Das Buch ist kurz und knackig, beschränkt sich auf das Wesentliche.

 

Romane und Kurzgeschichten schreiben“ von Alexander Steele (schöne Erklärungen mit Übungsaufgaben)

 

Handbuch für Autorinnen und Autoren“ von Uschtrin. Alles über Bewerbung und den aktuellen Buchmarkt, eine Liste von seriösen Literaturagenturen und deren Schwerpunkte.

 

Bücher, die bei mir herumliegen und noch darauf warten, gelesen zu werden:
Drei Seiten für ein Exposé (Hans Peter Roentgen)
– Kleiner Autorenworkshop (Ursula LeGuin)
Über das Schreiben (Sol Stein)

Der Charakterbogen als Hilfsmittel – damit das Küken zu einem Huhn wird

Im letzten Beitrag, der schon einige Zeit her ist, hatte ich mich mit der Prämisse des Romans beschäftigt, dem äußeren Rahmen der Geschichte.

Jetzt wollte ich zu den Figuren kommen, den Protagonisten, von denen die Erzählung lebt, mit denen sie steigt oder fällt. Je genauer unsere Helden ausgearbeitet sind, je intensiver wir sie kennen, desto lebendiger werden sie. Wenn der Leser mit ihnen leidet, sich mit ihnen freuen und ärgern kann, dann haben wir unser Ziel erreicht. Das beste Buch ist jenes, welches wir mit einem Bedauern zu Ende lesen, bei dem wir das Gefühl haben, gute Freunde verloren zu haben, an die wir noch lange denken werden oder die sogar ein Teil unserer Fantasiewelt werden. Hier weiterlesen…

Warum ich das Ende mit dem Anfang plane oder die Tortur der Prämisse

Was passiert, wenn wir an einem Marathon teilnehmen, ohne das Ziel zu kennen?

Würdet ihr Besucher zum Essen einladen und dann beim Kochen alles planlos zusammenwerfen?

Im ersten Fall würden wir ewig rennen und niemals ankommen, im zweiten Fall einen geschmacklosen Brei servieren. Diese Erkenntnisse sind genauso logisch wie einfach, aber beim Schreiben so unendlich schwer umzusetzen. Wie es mir ergangen ist, als ich mich mit einem unstrukturierten Text bei Agenturen und Verlagen beworben habe, habe ich in diesem Beitrag beschrieben.

Ein guter Text ist wohl durchdacht, gespickt mit subtilen Hinweisen, die auf das Ziel hindeuten, jedoch nicht so leicht als Hinweis zu erkennen sind. Hier weiterlesen…