Geruhsame Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr!

Ich habe nachdenken müssen, welche Grüße ich in solch einer bedrückenden Zeit senden soll, in einer Zeit, in der die Pandemie wie eine drohende Wolke über allem schwebt,  sich die Bevölkerung  in grundverschiedene Lager spaltet, Wissenschaft gegen Glauben kämpft und sich die wirrsten Verschwörungstheorien verbreiten. In einer Zeit, in der gemeinsames Handeln wichtig wäre, aber bereits bei den kleinsten Veränderungen eine wilde Diskussion entbrennt, wo so manch einer um seine persönliche Freiheit fürchtet und dabei das große Ganze aus den Augen verliert. Weder den Klimawandel noch die Pandemie kümmert unsere Meinung und sie gehen ihren ganz eigenen Weg, der, je nachdem wie wir uns verhalten, immer steiniger und unwegsamer werden kann.

Doch darüber wollte ich eigentlich nicht reden. Ich habe mich für das Wort „geruhsam“ entschieden, obwohl es einen schalen Beigeschmack besitzt. Für den einen mag es eine erzwungene Geruhsamkeit darstellen, weil er der Arbeit fernbleiben muss, sich die Geldsorgen zuspitzen, die Feiertage nicht im gewohnten Familienkreis stattfinden können , man den Lebenspartner so allmählich satt hat oder auch einfach nur einsam ist. Für den anderen mag es eine Zeit der Einkehr sein, um zur Ruhe zu kommen, lange liegen gebliebene Dinge zu erledigen, Zeit mit den Kindern zu verbringen, über sein eigenes Leben und die Welt nachzudenken. Dann gibt es noch diejenigen, die weit über ihre Grenzen gehen, weil ohne sie die Gesellschaft nicht funktionieren kann, diejenigen, denen die Arbeit über den Kopf wächst. An sie muss ich oft denken. Und zum Schluss gibt es diejenigen, die es immer gibt und die es schaffen, aus jeder Krisen ihre Gewinne zu ziehen. Jeder erzählt da seine eigene Geschichte, einen persönlichen Weg und seine eigene Sicht der Dinge.

Für uns als Selbstversorger hat sich während der Pandemie nicht so viel verändert. Das Einkaufen ist seltener und stressiger geworden, der Umgang mit Menschen vorsichtiger, immer die die Angst vor Ansteckung im Gepäck, weil wir uns besonders um die Gesundheit älterer Angehöriger sorgen.

Zusätzlich hielt das Jahr 2020 für uns ein ungewöhnliches Klima bereit – den dritten Dürresommer in Folge, zu hohe Temperaturen. Bäche, die ich seit meiner Kindheit kenne, lagen erstmals trocken, der sonst so üppige Wald des Taunus verkahlt und stirbt. Beim Gießen im Sommer musste ich oft überlegen, welchen Pflanzen ich Wasser gebe, welche Bäume uns Früchte bringen. Alles konnte ich unmöglich gießen und das Wasser war nach kurzer Zeit bereits wieder verdunstet, die Regenwassertanks leerten sich rasend. Die Natur und die Tiere sind aus dem Gleichgewicht. Erst im nächsten Jahr werden wir die Schäden richtig sehen.

Aber darüber wollte ich auch nicht reden. Das Jahr 2020 war das Jahr, in dem ich meine ALKATAR-Tetralogie beendet habe. Beim Schreiben haben mich wie immer meine Figuren intensiv begleitet, sodass ich den Drang verspürte, sie zu zeichnen. Das Portrait von Mütterchen Shae, Ousadaps Herrscher Herius, seine Haremsdame Valera und Halona, die leitende Medizinerin des Planetenschiffes IGASHU, sind entstanden. Im Moment befindet sich das Manuskript bei meinem Verlag Emmerich Books & Media und wir hoffen, dass wir das Buch im Frühjahr veröffentlichen können. In der Zwischenzeit beschäftige ich mich mit Recherche für ein neues Projekt, die mich gerade in die Zeit der alten Sumerer führt. Ich lese die Übersetzung des Gilgameschepos und enuma elisch, die weit vor Christus‘ Geburt in Keilschrift auf Tontafeln verewigt wurden. Spannend, aber auch anstrengend. Die Götterwelt ist komplex und und meine eigene Interpretation der Geschichte ebenfalls.

Jedenfalls wünsche ich euch alles Gute für das neue Jahr. Möge es besser als das letzte Jahr werden!

 

HalloweenSpecial und Stand von ALKATAR – Die Rückkehr

In unserer Facebookgruppe Fantastische Bücherwelten läuft gerade eine Buchschnipselaktion zu Halloween. Sie soll uns ein wenig von der sich zuspitzenden Pandemie ablenken und ich dachte mir, dass ich die Textauszüge auch hier einstelle könnte.

Die beiden letzten Zitate stammen aus meinem aktuellen Manuskript „ALKATAR – Die RÜckkehr“, bei dem noch das Lektorat läuft. Sechs Wochen habe ich für die Änderungen benötigt, die im ersten Überarbeitungsschritt nötig geworden sind. Es handelte sich neben ein paar stilistischen Problemen hauptsächlich um Textpassagen, die Alvans Persönlichkeitsentwicklung betrafen, die im letzten Band eine bedeutende Rolle einnimmt. Hier musste ich ganze Textstellen neu schreiben oder umstellen. Das Manuskript ist jetzt an den Verlag zurückgegangen und ich hoffe, dass es jetzt besser passt. Die Veröffentlichung ist ganz grob in Richtung Frühjahr 2021 geplant. Ich bin ja nicht die einzige Autorin, die betreut werden will ;-). Jedenfalls schon einmal einen großen Dank an meinen Lektor Peter Emmerich, der mir gezeigt hat, welche Schwächen Alvans Entwicklung noch aufweist. Continue reading HalloweenSpecial und Stand von ALKATAR – Die Rückkehr

Herius als neue Figur in ALKATAR – Die Rückkehr

Darf ich vorstellen?

Das ist Herius als mein neuestes Portrait aus dem letzten ALKATAR-Band. Er ist Anführer von Ousadaps Söhnen. Ousadap! Daran erinnert sich vielleicht der eine oder andere. Mehr verrate ich aber nicht. Jedenfalls kommt Alvan mit Herius ins Gehege. Wie sollte es auch anders sein? Wer sich durchsetzt, wird sich zeigen …

Das Hintergrundbild stammt von einem unserer Norwegenurlaube, dem Nationalpark Dovrefjell,

Stand des Manuskriptes

Die Rohfassung ist jetzt zum Verlag von Emmerich Books & Media gegangen. Zwei Drittel des Buches haben ein erstes Lektorat hinter sich und ich habe es zur Überarbeitung bereits zurückerhalten. Jetzt muss ich ein paar stilistische Verbesserungen vornehmen und inhaltlich noch an ein paar Stellen feilen, wo es um Alvans Persönlichkeitsentwicklung geht oder wo noch ein paar Informationen für den Leser ergänzt werden sollen. Ich habe zu oft „war“, „hatte“ und „diese“ benutzt. Da bin ich gerade dran, das zu beseitigen.

Ansonsten geht das Selbstversorgerleben seinen jahreszeitlichen Gang. Im Moment werden gerade die Paprika und Peperoni reif. Die Tomatenpflanzen haben ihre beste Zeit hinter sich. Ein paar Gemüsesorten wie Rote Rüben, Kraut, Möhren lassen wir stehen, bis der erste Frost gemeldet wird. Der erste Kompost wird über die Beete verteilt.  Bei der Hitze im Moment zweifelt man daran, ob es überhaupt einen Winter geben wird.

Was traurig ist und mich wirklich belastet. Unser Wald im Taunus stirbt durch die Dürre. Zuerst waren es die Fichten, jetzt die Buchen. Ganze Waldstücke sind abgestorben und werden im Moment gerodet. Kahle Baumkronen zeigen, welche Gebiete nächstes Jahr dran sein werden. Es werden viele sein. Verdammt viele.

 

Das Ende von ALKATAR – Die Rückkehr und die Überarbeitung ruft

Ich habe es doch tatsächlich geschafft, das Wort „Ende“ unter den letzten Teil der ALKATAR-Reihe mit dem Arbeitstitel „Alkatar – Die Rückkehr“  zu schreiben.

Ich kann nur sagen, dass man beim Schreiben nie auslernt und bei jedem Buch vor neuen Problemen und Herausforderungen steht. Also lernt man irgendwie immer nur das aktuelle Buch zu schreiben. Abgesehen natürlich von ein paar grundlegenden Schreibregeln, die man irgendwie zu beherzigen versucht.

Bei diesem Teil waren die Protagonisten besonders launisch und haben mir meine geplante Handlung gehörig über den Haufen geworfen. Figuren, die ich mühsam entwickelt habe, wollten nicht Teil der Geschichte werden und andere, die nur am Rande vorkommen sollten, haben sich in den Mittelpunkt gedrängt. Manchmal musste ich tagelang grübeln, um zu überlegen, wie ich meine Problemkinder aus ihrer selbst geschaffenen Misere wieder hinausbekomme. Klingt verrückt? Vielleicht sind wir Autoren das. Oder sind wir das nicht alle ein bisschen?

Jedenfalls wird mich die Geschichte beim Überarbeiten auch beschäftigt halten. Da eine Figur sogar erst am Ende ihr ganzes Potential entfaltet hat, werde ich sie im Verlauf der Geschichte noch etwas ausführlicher agieren lassen müssen. Vielleicht ist das mein erstes Buch, das beim Überarbeiten wächst anstatt zu schrumpfen. Ich hoffe nicht, denn es sind jetzt bereits mehr als 350 Normseiten.

Als Pausen beim Überarbeiten plane ich noch ein paar Portraits meiner Protagonisten zu zeichnen. Es ist eine schöne Ablenkung und ich habe gerade auch Lust dazu.

Ansonsten hat uns das Selbstversorgerleben fest im Griff. Im Mai ist Pflanzzeit und die letzten Wochen waren ausgefüllt mit körperlich anstrengender Arbeit. Wir kämpfen gerade gegen eine Spatzenkolonie, die unsere Erbsen als Leckerbissen entdeckt hat. Ein feinmaschiges Netz wird sie hoffentlich davon abhalten. Und wir haben einen neuen Gast im Garten, eine Erdkröte. Ich habe sie in der Dämmerung entdeckt und sie im ersten Moment für eine springende Maus gehalten. Doch dann hat sie mich mit ihren klugen Augen angesehen. Sie hilft uns jetzt, die Nacktschnecken in ihre Schranken zu weisen.

Im Moment mache ich noch an einer Buchchallenge #DerDrittesatz mit, in der man in den sozialen Medien immer den dritten Satz eines Kapitels posten soll. Es ist spannend, was da so alles hervorkommt. Wenn ich durch den ersten Alkatarband bin, werde ich meine gesammelten Sätze auch auf die Homepage stellen.

Bis dahin wünsche ich euch ein paar schöne warme Tage und bleibt gesund!

 

 

Zahncreme ganz einfach selbst gemacht

Wenn man Plastikmüll und unnötige Chemie vermeiden möchte und bestimmen möchte, was in der eigenen Zahncreme so alles drin ist, was liegt dann näher, als sie selbst herzustellen? Jedenfalls geht es denkbar einfach. Dieses Rezept verwenden wir jetzt über ein Jahr und haben gute Erfahrungen damit gemacht.

Zutaten

  • 80ml frisch aufgebrühten Tee nach eigener Wahl. Ich nehme meist drei bis vier Salbeiblätter (entzündungshemmend, antibakteriell) und ein paar Pfefferminzblättchen (Geschmack) aus dem Garten, überbrühe sie mit heißem Wasser und lasse sie etwa 10 Minuten zugedeckt ziehen. Alternativ kann man auch nur heißes Wasser nehmen und der Zahncreme später vier bis fünf Tropfen Pfefferminzöl beigeben.
  • 20g Kokosöl (pflegt das Zahnfleisch, wirkt antibakteriell)
  • etwa 200g fein vermahlene Schlemmkreide (Calciumcarbonat) (erhältlich etwa im Stübener Kräutergarten)

Herstellung

Das Kokosöl im heißen Tee schmelzen. Soviel Schlemmkreide zugeben, dass es eine cremige Masse ergibt. Zahncreme in ein Schraubglas füllen (Kunststoffbehälter zerkratzen durch die Schlemmkreide). Fertig.

Tipps

Vor Gebrauch gut umrühren, da sich die schwereren Bestandteile unten absetzen.

Nicht zu viel Zahncreme herstellen, sodass ihr sie in etwa zwei bis drei Wochen verbrauchen könnt. Für einen Single reicht bei zweimal täglichem Zähneputzen die Hälfte des Rezeptes.

Fluor ja oder nein?

Da wir bezüglich der Verwendung von Fluor in Zahncreme widersprüchliche Informationen erhalten haben, also jetzt nicht entscheiden können, ob es nützlich oder schädlich ist, haben wir uns für einen Kompromiss entschieden. Wir nutzen einmal die Woche eine flourhaltige Zahncreme.