CharactersofSeptember2021 Tag 2 und 3: Wie groß ist deine Familie? Was bedeutet dir Familie?

Heute folge ich Ralyana ein Stück tiefer in das Gebirge. Oberhalb eines Tales verharrt sie geduckt im Schatten eines Felsens und gibt mir zu verstehen, mich ebenfalls zu verstecken.

„Hier lebe ich“, flüstert sie. „Es ist besser, wenn sie dich nicht sehen. Die mögen keine Fremden, jedenfalls niemanden, der nichts zu essen bringt oder nicht verbannt wurde.“

Ich blicke hinunter in ein Tal, durch das sich ein Bächlein schlängelt. Ärmliche Steinbuden, mit Tierhäuten eingedeckt, eine dünne Rauchsäule, die in den klaren Himmel steigt und der Geruch nach verbrannten Pilzen. Ein paar alte Frauen sitzen um ein Feuer herum, eine Greisin mit einer weißen Flusenmähne humpelt einen Pfad entlang.

„Wie groß ist deine …“ Ich stocke mitten im Satz, denn das Wort „Familie“ ist hier nicht angebracht. „Wer ist mit dir verwandt?“, verbessere ich, denn auf Sumas kennt man keine Familie, sondern nur Sippen oder Rotten.

„Nur meine Mutter.“ Sie wendet den Kopf ab. „Doch die ist auf Beutefang.“

„Was bedeutet sie dir?“, frage ich vorsichtig.

„Hm. Ich weiß es nicht“, murmelt sie. „Ich glaube, sie mag mich nicht. Sie scheucht mich nur herum, sagt nie etwas Nettes. Wenn ich nichts Essbares bringe, dann rutscht ihr auch schon mal die Hand aus.“

CharacterofSeptember2021 Tag 1: Bitte stell dich uns vor

Für die diesjährige Challenge meiner Autorenkollegin Gabi Büttner habe ich mir einen besonderen Gast ausgesucht, Ralyana aus dem Abschlussband der ALKATAR -Tetralogie, der im Juli erschienen ist.

Ich besuche die junge Frau in ihrer eigenen Welt, auf Sumas, dem kargen Planeten, den einige von euch vielleicht noch aus dem ersten Band kennen. Ralyana zu  mir nach Hause einzuladen, traue ich mich nicht, denn das wäre dann doch ein allzu großer Kulturschock für sie.

Wir haben einen Treffpunkt abseits ihrer Siedlung ausgemacht, auf einem felsigen Hügel. Ich blicke Ralyana entgegen, wie sie leichtfüßig über den steinigen Boden läuft. Barfuß. Ihre Kleidung wirkt zerlumpt, ihre Haut schmutzig und die Haare strähnig. Am Himmel brennt die Sonne und treibt mir den Schweiß aus allen Poren und sogar der laue Wind bringt keinerlei Abkühlung. In der Ferne erkenne ich eine braune Ebene, über die feine Staubwolken wehen.

„He!“ Ralyana bleibt vor mir stehen und blickt mich unsicher an. „Hier bin ich also.“

Ich nicke ihr freundlich zu. „Schön, dass du gekommen bist. Stell dich bitte uns vor.“

„Ich bin Ralyana.“ Sie verzieht das Gesicht. „Eigentlich bin ich nichts Besonderes und da, wo ich wohne, würde es dir nicht gefallen. Ich weiß gar nicht, warum du mich gewählt hast. Ich interessiere doch niemand.“

Ich lächle ihr aufmunternd zu. Sie ist etwas Besonderes, aber das kann ich ihr noch nicht sagen. Und ja, der Ort, an dem sie wohnt, ist wirklich nicht schön. Aber dazu kommen wir später, wenn es mir gelingt, einen Blick in ihr Dorf zu werfen.

Neuveröffentlichung ALKATAR – Rückkehr am 14.07.2021

Endlich ist es soweit. Der letzte Band der ALKATAR-Reihe ist fertig.

Der Veröffentlichungstermin steht fest und das ebook kann bereits bei Amazon vorbestellt werden.

Ich freue mich riesig, dass es wieder eine Verlagsausgabe geben wird, in der die Portraits meiner Protagonisten in Farbe gedruckt sind. Auch hier ist bereits eine Bestellung beim Verlag Emmerich Books & Media möglich. Ebenfalls kann hier das epub bezogen werden.

Vom 14. – 18.07.21 wird es eine Werbeaktion geben, bei der ALKATAR kostenlos und ALKATAR – Der Erbe für den reduzierten Preis von 1,99 Euro zu haben sein werden. Aber da werde ich noch einen gesonderten Post erstellen.

ALKATAR – Rückkehr: Neues Cover und Beerenernte

Das neue Cover von Beate Rocholz ist da und die finale Endkontrolle läuft. Das heißt, der letzte Band der ALKATAR-Tetralogie befindet sich kurz vor dem Druck der Verlagsausgabe und natürlich der Veröffentlichung. Nur in der Verlagsausgabe des Papierbuches wird es eine Galerie der Hauptakteure aus meiner bescheidenen Zeichnerhand in Farbe geben. Im ebook wird es auch bunt, aber in der Papierversion, die auf Amazon zu erwerben ist, werden meine Bilder in schwarz weiß zu sehen sein. Jetzt muss ich noch einmal über mein Werk drüberschauen und dann kann der Verlag Emmerich Books & Media weitermachen. Wie ich gerade gesehen habe, gibt es dort auch schon eine Leseprobe.

 

Und was gibt es aus unserem Selbstversorgerleben zu berichten? Ich habe den Eindruck, dass sich durch das kalte Frühjahr bei der diesjährlichen Ernte so einiges um drei Wochen verschoben hat. Um diese Zeit hatten wir normalerweise bereits unsere Kirschernte verarbeitet. Doch die spärlichen Früchte wollen einfach nicht rot werden und die meisten der Dinger scheinen sich dafür zu entscheiden, frühzeitig vom Baum zu springen. Auch die Erdbeeren haben sich verspätet und irgendwie wollen alle Beeren auf einmal reifen. Im Moment verbringen wir jeden zweiten Tag stundenlang mit Erdbeer- und Johannisbeerernte und mit der Verarbeitung der Früchte. Und die Erbsen blinzeln uns auch bereits mit ihren dicken Schoten zu.