CharakterofSeptember2018 Tag 1 und 2: Bitte stell dich vor und beschreibe dich selbst

Wie letzten September habe ich wieder Alvan eingeladen, aber er scheint davon nicht so begeistert zu sein.

„Ich soll mich also schon wieder für dich in der Öffentlichkeit bloßlegen?“
„Ja, schon.“ Ich sehe in seine intensiv grünen Augen, die mir in die Seele zu blicken scheinen. Im Grunde kann er es auch, ich meine, das Innere seines Gegenübers durchschauen, denn er ist Telepath. „Du bist ja schließlich der Protagonist meiner Alkatar – Reihe.“
„Protagonist, so nennst du das?“ Er verschränkt die Arme vor der Brust und schaut aus dem Fenster meines Wohnzimmers. „Du jagst mich von einem Elend in das andere – und ich soll auch noch darüber erzählen?“
„Nein, nicht darüber. Nur ein paar kleine Fragen zu deiner Person.“ Ich mustere ihn verstohlen von oben bis unten. Seit unserer letzten Begegnung ist er reifer geworden, weniger wild, aber genauso imposant. Er trägt keine Rüstung mehr, sondern ein weites Hemd und eine Lederhose. „Es wird auch noch schönere Zeiten geben“, versuche ich ihn zu besänftigen. Aber ich weiß, dass er bis dahin noch einiges durchzustehen hat. „Wie würdest du dich beschreiben?“
Er schnauft leise und blickt weiter aus dem Fenster. Draußen stürmt es, die Blätter unseres Kirschbaums biegen sich im Wind und der Sommer scheint sich zu verabschieden.
„Wie würdest du dich beschreiben?“, wiederhole ich sanft.
Sein Schnaufen ist diesmal besonders tief und lang. „Also gut. Ich bin jetzt der Anführer auf diesem Planeten voller meuchelnder Bestien. Alle bekriegen sich gegenseitig, obwohl es dazu keinen Grund gibt. Ich habe Frieden versprochen und Gewalt gesät. Jetzt muss ich sehen, wie ich da wieder rauskomme.“
„Keine einfache Aufgabe“. Mit meuchelnden Bestien meint er die Menschen auf dem Planeten Zadeg.
„Wem sagst du das?“ Er wirft mir einen Blick zu, fast mörderisch.

Neues von „ALKATAR – Die Suche“: Der Rebellenführer Kuno

Mein Portrait vom Rebellenführer Kuno ist fertig. Wer es sich anschauen möchte, findet es hier: https://www.anja-fahrner.de/meine-buecher-und-geschichten/alkatar-die-suche/

Ich habe das Manuskript vom dritten Band beendet und es an meine Testleser weitergegeben. Nun warte ich gespannt auf ihre Rückmeldungen.

Neues zu „Alkatar – Der Erbe“: Die Bäuerin Lara und voraussichtlicher Erscheinungstermin

Vorstellung der Protagonisten unter folgendem Link: Die Bäuerin Lara

Inhaltsangabe

Planet Zadeg, 2592 – 500 Jahre nach dem Scheitern der Menschenmission beherrschen reiche Händler mit Hilfe des Militärs eine primitive Welt der Armut. Um ihre Warenkonvois vor den menschenfressenden Kreaturen in der Wildnis zu schützen, züchten sie Kriegersklaven mit übermenschlichen Fähigkeiten.

Einer ihrer Kriegersklaven ist Alvan, ein Kämpfer mit außergewöhnlich ausgeprägten Sinnen. Als eine geheimnisvolle Händlerin Kontakt zu ihm aufnimmt, um ihn über seine wahre Herkunft aufzuklären, verwehrt er sich ihren Worten. Kurz darauf sendet ihn ein dubioser Offizier allein in die von Bestien verseuchten Ruinen einer unbekannten Kultur, um eine Frauengruppe zu befreien. Die vermeintliche Todesmission wird zu einer Reise in eine fremde Welt, zur Begegnung mit einer erschütternden Wahrheit.

Alkatar – Der Erbe kann auch ohne Vorkenntnisse des ersten Bandes Alkatar gelesen werden.

Im Buch enthalten ist die Kurzgeschichte Die Erben der Verbannten, welche bislang nur als separates E-Book erschien und ein Interview mit der Autorin.

Voraussichtlicher Erscheinungstermin: Ende November 2017

Der Charakterbogen als Hilfsmittel – damit das Küken zu einem Huhn wird

Im letzten Beitrag, der schon einige Zeit her ist, hatte ich mich mit der Prämisse des Romans beschäftigt, dem äußeren Rahmen der Geschichte.

Jetzt wollte ich zu den Figuren kommen, den Protagonisten, von denen die Erzählung lebt, mit denen sie steigt oder fällt. Je genauer unsere Helden ausgearbeitet sind, je intensiver wir sie kennen, desto lebendiger werden sie. Wenn der Leser mit ihnen leidet, sich mit ihnen freuen und ärgern kann, dann haben wir unser Ziel erreicht. Das beste Buch ist jenes, welches wir mit einem Bedauern zu Ende lesen, bei dem wir das Gefühl haben, gute Freunde verloren zu haben, an die wir noch lange denken werden oder die sogar ein Teil unserer Fantasiewelt werden. Hier weiterlesen…