#aprilsettings: Schreiborte, Schreibzeiten und Schreibprojekte

In diesem Beitrag werde ich diejenigen Fragen zusammenfassen, die sich um das Schreiben drehen.

Was sind deine Lieblingsschreiborte? Zeige uns deinen Arbeitsplatz.

Da ich auf einem Notebook schreibe und zeichne, bin ich nicht an einen Raum gebunden. Sobald es das Wetter erlaubt, schreibe ich draußen, manchmal mitten in unserem Garten im Schatten unseres Kirschbaumes auf der Gartenbank, aber meist oberhalb der Treppe im Hintergrund bequem auf dem Liegestuhl. Im Winter muss das Sofa im Wohnzimmer als Schreibort herhalten.

 

 

Wann schreibst du? Morgens? Abends? Nachts? Hast du geregelte Schreibzeiten oder schreibst du lieber spontan.

Ich schreibe fast nie morgens, sondern meist am späten Nachmittag oder auch in der Nacht. Wir gehen spät zu Bett, stehen spät auf und dann hat der Garten und die Selbstversorgung erst einmal Vorrang. Aber meist bleibt danach noch genug Zeit zum Schreiben. So richtig geregelt ist bei uns keine Arbeit, sondern sie richtet sich nach den Erfordernissen und den Jahreszeiten. Beim Schreiben habe ich  Phasen, in denen es nicht so gut läuft, dann wieder Phasen, wo die Gedanken fließen. Wenn nichts geht, zwinge ich mich nicht zum Schreiben, sondern lasse der Fantasie ihren Lauf, während ich die Natur beobachte.

Arbeitest du nur an einem Schreibprojekt oder mehreren zugleich?

Meist arbeite ich nur an einem Projekt. Wenn sich ein Manuskript jedoch seinem Ende neigt und es in die Überarbeitungsphase gleitet, beginne ich oft bereits ein neues Projekt zu planen, dafür zu recherchieren, neue Welten zu konstruieren oder auch meine Figuren zu zeichnen.

#aprilsettings2021: Stell dich bitte mit maximal drei Sätzen vor

Bei der Challenge werden mich hier und da meine Protagonisten aus dem letzten Teil der ALKATAR-Tetralogie unterstützen, dessen Veröffentlichung in Richtung Sommer geplant ist. Heute ist Halona zu Besuch,  die medizinische Leitung des Planetenschiffes IGASHU. Gerade schreitet sie durch unser Wohnzimmer und inspiziert mit unbewegter Miene die Gegenstände in unserer Vitrine. Ihr langes, rotes Gewand, das mit einem silbernem Gürtel in der Hüfte zusammengehalten wird, umwogt bei jedem Schritt ihren hageren Körper.

„Was besitzt das für einen Nutzen?“ Sie deutet auf eine wuchtige Kristallschüssel mit Verzierungen und einem mit tropfenförmigen Auswuchs gekrönten Glasdeckel. Außen herum stehen nicht minder wuchtige Kristalltrinkschalen.

„Das ist für Bowle gedacht“, erläutere ich freimütig. „Wir haben das Set zusammen mit dem Haus übernommen. Das muss wohl aus den 50er Jahren stammen.“ Ich blicke in ihre freundliche, aber doch irgendwie überlegen wirkende Miene und fühle den Drang, noch mehr zu sagen: „Die Tochter der Vorbesitzerin war überglücklich, als wir einige der alten Dinge ihrer verstorbenen Mutter behalten haben. Allerdings haben wir das Set noch nie benutzt und denjenigen, denen wir es für Bowle verliehen haben, haben es auch nie benutzt, weil sie Angst hatten, es könnte dabei Schaden nehmen.“ Diese verdammten Telepathen. In ihrer Anwesenheit fühle ich den unwiderstehlichen Drang, mich für die Existenz dieser Gegenstände zu rechtfertigen.

„Bowle, aha“, sagt sie auf eine nachdenkliche Art, wobei sie wie verträumt die linke Ecke unserer Wohnzimmerdecke fixiert. Wühlt sie gerade in der zentralen Datenbank ihres Schiffes, um das Wort „Bowle“ zu ergründen? Oder studiert sie die Epoche, in der ich lebe?

„Bowle ist ein Mischgetränk, das meist bei Feierlichkeiten getrunken wurde. Die klassische Variante ist Maibowle mit Waldmeistergeschmack.“ Sie zieht hörbar die Luft ein, als würde sie an einer imaginären Speise riechen. „Interessant. Den Geschmack könnte ich unserem Nahrungsmittelzubereiter vorschlagen. Natürlich ohne den schädlichen Stoff, den ihr Wein nennt.“

„Heute geht es um meine Vorstellung“, versuche ich ihr den Grund unseres Treffens in Erinnerung zu rufen und wünsche mir, dass sie damit aufhört, irgendwelche Informationen abzurufen.  Verstohlen mustere ich die anderen Gegenstände in der Vitrine, meist verschnörkeltes Geschirr,  alles Geschenke oder Überbleibsel aus dem Haus mit einst diversen Funktionen. Ich hoffe, Halona beschließt nicht, auch nach ihrem Nutzen zu fragen.

„Ja, gewiss. Dazu bin ich ja hier.“ Sie wendet sich mir mit einem herzlichen Lächeln zu. „Dann kommen wir doch gleich zum Thema. Anja Fahrner ist Science Fiction Autorin, schreibt eine seltsamer Art von Geschichten, in denen oft moderne und archaische Welten aufeinander prallen. Zudem zeichnet sie ihre Protagonisten nach Lust und Laune mit der freien Software krita.  Privat versucht sie, ihren ökologischen Fußabdruck zu minimieren, indem sie gemeinsam mit ihrem Mann einen Großteil ihrer Nahrungsmittel selbst anbaut und sich bemüht, nachhaltig zu leben.“

Buchchallenge #DerDritteSatz von ALKATAR – Der Erbe

Während der Abschlussband der ALKATAR-Tetralogie den letzten Korrekturschritt durchläuft und draußen die Kälte klirrt, nutze ich die Zeit, um noch etwas nachzuholen.
Aber bevor ich es vergesse, wollte ich noch den aktuellen Stand des Manuskriptes mitteilen. Die Handlung des letzten ALKATAR-Bandes ist jetzt stimmig und es geht im nächsten Durchlauf nur noch um die Fehlersuche, dann um den Buchsatz. Was noch ansteht, ist das Zusammenstellen eines Anhanges, denn es sollen wieder meine Portraits mit ins Buch kommen (in der Verlagsausgabe in Farbe). Außerdem machen wir uns Gedanken über einen besseren Titel und ein mögliches Motiv für das Cover. Die Veröffentlichung wird sich aber wahrscheinlich dann doch in Richtung Sommer verschieben.
Aber jetzt zur Buchchallenge. Es ist schon eine Weile her, dass wir #DerDritteSatz in unserer Facebookgruppe „Fantastische Bücherwelten“ laufen hatten, aber ich habe es bisher versäumt, den zweiten Band hier einzustellen. Wie im ersten Band ging es darum, zu den einzelnen Kapiteln eines Buches jeweils den dritten Satz zu posten.
Auch beim zweiten Band habe ich nicht jedes Kapitel genutzt, weil manche Sätze einfach zu kurz waren.

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Theorien zum fehlenden Planeten (Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter)

Bild von pixabay, Wikilmages

Die ALKATAR – Tetralogie wendet sich dem Ende zu und während das Manuskript des letzten Bandes noch beim Lektorat verweilt, mache ich mir Gedanken über ein neues Buchprojekt. Es soll im ALKATAR – Universum spielen, aber auch mit unserer Erde verknüpft sein. Meine Gedanken treiben mich in eine ferne Vergangenheit, in die Entstehungsgeschichte der Menschen, in eine Zeit, in der sich Mythen und wissenschaftliche Erkenntnisse vermischen. Continue reading Theorien zum fehlenden Planeten (Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter)

Geruhsame Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr!

Ich habe nachdenken müssen, welche Grüße ich in solch einer bedrückenden Zeit senden soll, in einer Zeit, in der die Pandemie wie eine drohende Wolke über allem schwebt,  sich die Bevölkerung  in grundverschiedene Lager spaltet, Wissenschaft gegen Glauben kämpft und sich die wirrsten Verschwörungstheorien verbreiten. In einer Zeit, in der gemeinsames Handeln wichtig wäre, aber bereits bei den kleinsten Veränderungen eine wilde Diskussion entbrennt, wo so manch einer um seine persönliche Freiheit fürchtet und dabei das große Ganze aus den Augen verliert. Weder den Klimawandel noch die Pandemie kümmert unsere Meinung und sie gehen ihren ganz eigenen Weg, der, je nachdem wie wir uns verhalten, immer steiniger und unwegsamer werden kann.

Doch darüber wollte ich eigentlich nicht reden. Ich habe mich für das Wort „geruhsam“ entschieden, obwohl es einen schalen Beigeschmack besitzt. Für den einen mag es eine erzwungene Geruhsamkeit darstellen, weil er der Arbeit fernbleiben muss, sich die Geldsorgen zuspitzen, die Feiertage nicht im gewohnten Familienkreis stattfinden können , man den Lebenspartner so allmählich satt hat oder auch einfach nur einsam ist. Für den anderen mag es eine Zeit der Einkehr sein, um zur Ruhe zu kommen, lange liegen gebliebene Dinge zu erledigen, Zeit mit den Kindern zu verbringen, über sein eigenes Leben und die Welt nachzudenken. Dann gibt es noch diejenigen, die weit über ihre Grenzen gehen, weil ohne sie die Gesellschaft nicht funktionieren kann, diejenigen, denen die Arbeit über den Kopf wächst. An sie muss ich oft denken. Und zum Schluss gibt es diejenigen, die es immer gibt und die es schaffen, aus jeder Krisen ihre Gewinne zu ziehen. Jeder erzählt da seine eigene Geschichte, einen persönlichen Weg und seine eigene Sicht der Dinge.

Für uns als Selbstversorger hat sich während der Pandemie nicht so viel verändert. Das Einkaufen ist seltener und stressiger geworden, der Umgang mit Menschen vorsichtiger, immer die die Angst vor Ansteckung im Gepäck, weil wir uns besonders um die Gesundheit älterer Angehöriger sorgen.

Zusätzlich hielt das Jahr 2020 für uns ein ungewöhnliches Klima bereit – den dritten Dürresommer in Folge, zu hohe Temperaturen. Bäche, die ich seit meiner Kindheit kenne, lagen erstmals trocken, der sonst so üppige Wald des Taunus verkahlt und stirbt. Beim Gießen im Sommer musste ich oft überlegen, welchen Pflanzen ich Wasser gebe, welche Bäume uns Früchte bringen. Alles konnte ich unmöglich gießen und das Wasser war nach kurzer Zeit bereits wieder verdunstet, die Regenwassertanks leerten sich rasend. Die Natur und die Tiere sind aus dem Gleichgewicht. Erst im nächsten Jahr werden wir die Schäden richtig sehen.

Aber darüber wollte ich auch nicht reden. Das Jahr 2020 war das Jahr, in dem ich meine ALKATAR-Tetralogie beendet habe. Beim Schreiben haben mich wie immer meine Figuren intensiv begleitet, sodass ich den Drang verspürte, sie zu zeichnen. Das Portrait von Mütterchen Shae, Ousadaps Herrscher Herius, seine Haremsdame Valera und Halona, die leitende Medizinerin des Planetenschiffes IGASHU, sind entstanden. Im Moment befindet sich das Manuskript bei meinem Verlag Emmerich Books & Media und wir hoffen, dass wir das Buch im Frühjahr veröffentlichen können. In der Zwischenzeit beschäftige ich mich mit Recherche für ein neues Projekt, die mich gerade in die Zeit der alten Sumerer führt. Ich lese die Übersetzung des Gilgameschepos und enuma elisch, die weit vor Christus‘ Geburt in Keilschrift auf Tontafeln verewigt wurden. Spannend, aber auch anstrengend. Die Götterwelt ist komplex und und meine eigene Interpretation der Geschichte ebenfalls.

Jedenfalls wünsche ich euch alles Gute für das neue Jahr. Möge es besser als das letzte Jahr werden!