Autorenwahnsinn Tag 29: Killed Darlings: Gelöschte Szenen

Das ist vielleicht die längste Haarschneideszene, die je ein Autor „verbrochen“ hat . Und sie ist auch nicht gerade ein literarischer Höhenflug. Aber Ich möchte sie euch nicht vorenthalten.

Die Tür öffnete sich.
„Das ist Meret!“, rief Noman.
Eine junge Frau trat ein mit einem Korb im Arm; zierlich, mit Kopftuch, unter dem brünette Strähnen hervorlugten. Ihre Wangen waren vor Aufregung gerötet und in ihren Augen stand ein unternehmungslustiges Funkeln. Mit gesenktem Blick machte sie einen tiefen Knicks. „Es ist mir eine Ehre, Euch kennenzulernen, verehrter General.“ Mit ihrer hellen Stimme übertönte sie mühelos den Baulärm.
Hagas winkte ab. Kritisch betrachtete er ihren Säugling, den sie sich mit einem Tuch vor die Brust gebunden hatte. Glücklicherweise schien er trotz des Kraches zu schlafen und keine Anstalten zu treffen, wild herumzuschreien. Hagas stand auf, ging um seinen Tisch herum und begab sich zu Alvan, der sich in der Zwischenzeit ebenfalls erhoben hatte. „Wie du sicherlich siehst, hat dieser Krieger dringend ein zivilisiertes Aussehen nötig.“
Meret näherte sich interessiert und nickte eifrig. „Mein Mann hat mir bereits von ihm erzählt.“ Sie nahm Alvans Haare in die Hand und wiegte sorgenvoll den Kopf. „Völlig verfilzt. Mir scheint, er kennt weder Bürste noch Kamm. Die müssen auf jeden Fall ab.“
„Dann schneid sie ab“, befahl Hagas. „Keine Umstände mit ihm. Nimm einfach das Rasiermesser.“
Alvan entfuhr ein unmutiger Knurrlaut.
Meret trat unsicher einen Schritt zurück. Hier weiterlesen…